Text: David Pillinger / Fotos: David Pillinger
Am Montag, dem 15. Juni 2026, wurde die Stadtfeuerwehr Leibnitz gemeinsam mit der Feuerwehr Kaindorf an der Sulm zu einer Alarmübung in die Weidengasse am Stadtrand von Leibnitz alarmiert.
Ausgangspunkt der Übung war ein angenommener Fahrzeugbrand in der Tiefgarage einer Wohnanlage. Laut Übungslage hatte die Fahrzeughalterin über den Notruf die Landesleitzentrale Florian Steiermark verständigt und dabei mitgeteilt, dass sie kurz zuvor zwei Kinder in die Tiefgarage laufen gesehen hatte. Ob sich diese noch im bereits verrauchten Gefahrenbereich befanden, war zunächst unklar.
Nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte übernahm die Stadtfeuerwehr Leibnitz die Einsatzleitung. Im Zuge der Lageerkundung wurde umgehend ein Einsatz unter schwerem Atemschutz vorbereitet. Der erste Atemschutztrupp drang mit einer Löschleitung in die Tiefgarage vor, um die vermissten Personen zu suchen und gleichzeitig den angenommenen Brandbereich zu erkunden.
Aufgrund der Größe des Objektes und der starken Verrauchung wurde nach dem Eintreffen der Feuerwehr Kaindorf an der Sulm ein weiterer Atemschutztrupp eingesetzt. Dieser ging über die südliche Zufahrt in die Tiefgarage vor. Dadurch konnten mehrere Bereiche des Objektes parallel kontrolliert und die Suche nach den vermissten Personen gezielt fortgeführt werden.
Während die Atemschutztrupps im Inneren der Tiefgarage vorgingen, errichteten weitere Einsatzkräfte im Außenbereich die Löschwasserversorgung. Aufgrund der Entfernung zu den nächstgelegenen Hydranten mussten längere Zubringleitungen zu den eingesetzten Löschfahrzeugen aufgebaut werden. Dafür wurden bis zu zwölf B-Druckschläuche mit einer Länge von jeweils 20 Metern verlegt.
Im weiteren Übungsverlauf konnten die vermissten Personen durch die Atemschutztrupps aufgefunden und aus dem Gefahrenbereich gerettet werden. Der angenommene Fahrzeugbrand wurde mit einer Löschleitung bekämpft und rasch unter Kontrolle gebracht. Anschließend wurde die Tiefgarage mithilfe von Druckbelüftern entraucht.
Die Übung zeigte die besonderen Herausforderungen eines Brandes in einer Tiefgarage deutlich auf. Neben der eingeschränkten Sicht und der Orientierung im verrauchten Objekt standen vor allem das koordinierte Vorgehen mehrerer Atemschutztrupps, die Kommunikation mit der Einsatzleitung, das Schlauchmanagement sowie der Aufbau einer gesicherten Löschwasserversorgung im Mittelpunkt.
Im Anschluss an die Übung fand eine gemeinsame Nachbesprechung statt, bei der der Ablauf nochmals analysiert und wichtige Erkenntnisse für künftige Einsätze besprochen wurden.
Die Alarmübung verlief reibungslos und zeigte einmal mehr die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadtfeuerwehr Leibnitz und der Feuerwehr Kaindorf an der Sulm. Ein besonderer Dank gilt allen Organisatoren sowie den beteiligten Kameradinnen und Kameraden für die professionelle Vorbereitung und Durchführung dieser realitätsnahen Übung.